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Nepomuk 15

Und hier mein neuer „Amp fürs Leben“. Nachdem mein Versuch mit einem Supro nicht soo erfolgreich war, lief mir dieser Amp einer kleinen österreichischen Manufaktur über den Weg mit dem Konzept, was ich suchte, nämlich mein Princeton mit der Möglichkeit, verzerrt zu spielen.

1-Kanal-Röhre mit EL84-Endstufe, Hall und Tremolo. Was soll ich sagen, beim Kurztest im Musikladen hat er mir schon gefallen, so daß ich das habe ein bisschen sacken lassen und dann gekauft und bin…. glücklich.

Die Kiste bewegt sich genau im Grenzbereich zwischen Clean und Gezerrt am liebsten. Der Jupiter-Lautsprecher (die Firma kannte ich noch gar nicht) fügt schöne Höhen dazu, die aber nie schrill werden (Beamblocker eingebaut). Das Tremolo hat 2 Geschwindigkeitsbereiche und ist in Tiefe und Geschwindigkeit regelbar, der Hall eher dunkel abgestimmt, so daß er den Ton wunderbar modelliert – für Surfmusik ist das allerdings nichts.

Nur 1 Klangregler, der vor der Vorstufe sitzt und so auch den Pegel und Zerrgrad beeinflusst, so wie es alte Boogies haben. Wenn man mehr aufdreht, wird es auch etwas lauter und er Anschaltknacks kommt schön zur Geltung.

Dazu eine schaltbare Röhrenstufe als Boost, die in Intensität regelbar ist. Volle Pulle klingt das wie ein 2ter Zerrkanal, leicht eingestellt verdichtet es den Klang sehr dezent, alles dazwischen geht auch und gibt andere Schattierungen.

Entstufenröhren glühen im Dunkeln…

Das Holzgehäuse zitiert auch alten Boogie-Mark-irgendwas-Stil, mir gefällts sehr gut.

Die Kiste ist absolut nebengeräuscharm und gibt dramatisch das wieder, was die Gitarre reintut, ich höre zum erstenmal das Rauschen des Preamps meiner Blade….

Ob das authentisch Fender, Marshall oder Vox ist, kann ich nicht sagen, auch habe ich noch nicht geprobt oder live mit dem Ding gespielt, nur im heimischen Keller. Ich ertappe mich allerdings dabei, daß ich den Looper auslasse und nur so mit der Gitarre vor mich hinspiele, weil es Spaß macht, der Reaktion des Amps auf den Gitarrenton zu lauschen. Der Verstärker ist wie ein verlängerter Arm des Instrumentes und verschmilzt mit ihm; so etwas habe ich bisher noch nicht so erlebt, daher: klar der beste Vertärker.

Achtung: Einfach Einschalten und loslegen ist nicht (immer), je nach Gitarre und Spielweise muß man ein bisschen schrauben, um den SweetSpot zu finden, dafür aber wird man dann mit Toooon belohnt.

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