Hertiecaster

Das musste sein; diese Gitarre steht für die Geschichte der ersten Gitarren,
die so viele Gitarristen in ihr hoffnungsvolles Klampfenleben begleitet haben. Mir ging es besser, meine erste Elektrische war eine gebrauchte GIBSON Marauder (die ist besser als eine Fender, sagte damals mein väterlicher Berater, Freund und Gitarrenmakler……:)

Viele andere hatten es nicht so gut und bekamen als erstes von ihren Eltern eine Gitarre aus dem Kaufhaus, so wie diese hier.

Daher auch der Name; es könnte auch eine Quellecaster sein oder andere Handelsketten-Namen zitieren.

Herkunft ist in jedem Fall ein Werk in Asien/Japan (was damals noch billig war) und meine hier ist ein schönes Beispiel..

Was haben wir?

  • 5-fach massiver Korpus (die Schichten sind wie ein Sandwich aufeinander verleimt)!
  • 4 (!) Tonabnehmer, – da wird jede Stratocaster blass.
  • Vibrato und Rollensteg.
  • Steel reinforced Neck (also mit Stahlstab, wie man sieht aus Ahorn mit dünnem Palisandergriffbrett)
  • 2 Potis und 4 Schiebeschalter, die jeden TA schalten, Master-Laut und Ton und ein
  • Kill switch, wie man heute sagen würde, der die Klangregelung umgeht.Wie klingt´s?

Die TA sind lupenreine 1-spuler und klingen auch so. Eher etwas weniger Kraft als klassische Strat-TA mit eigenem Ton.

Das Vibrato funktioniert für so eine einfache Konstruktion erstaunlich stimmstabil – ähnlich wie ein Bigsby. Wenn die rustikale Metallstange auf der Kopfplatte nicht soviel Reibung auf die Saiten bringen würde, wäre das eine glatt alltagstaugliche Lösung.

Die Schiebeschalter sind nicht ganz so praktisch, das Schlagbrett ein bisschen dünn und labbrig.

Der Hals ist für mich etwas zu schmal, aber das ist ja Geschmacksache. die Mechaniken könnten natürlich besser sein, aber die Stimmung halten sie einigermaßen.

Klassische 60-er Jahre Sounds gehen damit recht amtlich, perlende Linien und Beatles-kompatible Rhythmuspassagen laufen prima aus dem Ärmel und

Sie sieht einfach unverschämt gut aus, finde ich.
Anmerkung: Mittlerweile verkauft.

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