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Kraushaar Stageplayer

Höchste Zeit, mal etwas über eine meiner Hauptgitarren zu schreiben…..

Einmal habe ich eine Gitarre so bauen lassen, wie sie mir gefällt. Basierend auf dem Modell Stageplayer von Walter Kraushaar (www.kraushaar-gitarren.de) hier „meine“ Version.

Fichtendecke, Ahornhals, Korpus aus Platane (!) sieht dann aus der Nähe so aus:

Platane für den Korpus

Fensterkopfplatte, Fädelsteg, Hybrid-Elektrik warenmeine Wünsche, dazu eine fantastische Ergonomie, das Instrument wiegt nahezu nichts, liegt perfekt am Körper und ist auch in Details super verarbeitet.

Ich wollte einen Zwitter zwischen E- und A-Gitarre, daher passte mir der schmale Korpus sehr gut, dazu einen Magnet-Pickup von Bill Lawrence und einen Piezo unterm Steg. Der Hals ist von einer alten Hoyer ES kopiert, die ich Walter als Vorlage zhur Verfügung gestellt habe. Und der spielt sich immer noch traumhaft.

Im Ergebnis geht mit dem Lawrence sogar Jazz, auch wenn der Korpus nicht so eine dicke Mittennase produziert wie eine gewölbte Jazzdecke. Aber leicht gewölbt und damit vorgespannt ist sich auch und setzt sich somit gut durch….

Gewölbte FIchtendecke

Und das macht den Ton schon etwas mittiger. Mit dem Piezo klingt sie wie eine Westerngitarre mit Pickup, beide TA zusammen liegen irgendwo dazwischen. Ich verwende das Instrument gerne, wenn ich Gesang in der Kirche begleite, gerne auch mit einer 2ten Akustik, von der die Stageplayer sich tonal schön absetzt.

Der Entstehungsprozess mit Walter Kraushaar war sehr kreativ und für mich ein tolles Erlebnis. Man weiß ja nie so ganz, was am Ende nach dem Bauen dabei rauskommt, aber hier hat sich das Warten gelohnt.

Das ist ein Foto aus jüngeren Jahren, die Integration des Lawrence L280 ins Schallloch ist sehr schön unauffällig gelungen und man erkennt, wie die Fichtendecke mitterlweile nachgedunkelt ist. Wir beide werden wohl gemeinsam älter……:)

Stageplayer on stage
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Sonstiges

Neues Lied „Steck mich an“

Corona überall – jetzt auch hier?!

Geschrieben im Sommer zu einer Zeit, wo die Lockerungen allgegenwärtig waren und das Thema scheinbar schon durch. Jetzt ist der Herbst da, der Winter kommt, die Maskenwälder wachsen und auch das Ringen um den rechten Weg. Zeit, daß das Lied an die Luft kommt.

Was mich beschäftigt ist, wie sehr unser Zusammenleben nun scheinbar auf sehr lange Zeit von Immunologie und Hygiene geprägt wird und andere Dinge wir körperliche Nähe, Kommunikation und Umgang miteinander darunter leiden. Ich sage das als jemand, der nicht als fanatischer Knuddelbär bekannt ist, ….. was die Langzeitfolgen sind von permamenter Ansteckungsangst, Geschtstarnung hinter Stoff und nur körperlosen Kontakten, werden wir erst mit und mit lernen.
Steck mich an mit der Liebe!

Ansonsten habe ich zum ersten Mal mit Drumloops gearbeitet und zum ersten Mal ein Banjo aufgenommen…. ich hoffe, es gefällt.

Und bleibt gesund.

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Verstärkung: Supro Comet 1610

Ich hab jetzt seit ein paar Tagen den Supro Comet 1610 hier, den T-man günstig rausgehauen hat und möchte dazu etwas schreiben. (Es wird leider etwas länger)

Vorab dazu ein paar Randbedingungen zu mir als Gitarrist.

Mein Hauptbesteck für die „große“ Band ist ein Koch Jupiter Combo mit Helix FX – unkompliziert in der Handhabung, kann fast alles, was ich mir wünsche und allein schon der Jupiter an sich ist eine klanglich gute Lösung für mich.

Zu hause habe ich einen (nicht von mir) selbstgebauten PrinzTon (mit einem Fulldrive 2 davor) und das ist zum Daddeln im Keller ganz prima. In das Tremolo habe ich mich verliebt.
Und irgendwie spukt in mir die Idee rum, das es prima wäre, wenn man den Amp bei kompatiblen Lautstärken auch ein bisschen Zerren lassen könnte, das macht der Prinz nämlich erst bei erheblicher Lautstärke, für die ich Platzverweis bekomme. Das Röhrentremolo möchte ich nicht missen und ich bin ein Freund einfacher Ausrüstung, sprich ich jage nicht die letzten 3% Ton mit 80 % Geraffel.

Enter Supro: Anspruch ist „Weniger ist mehr“ (mein Motto), ich hab die Kisten schon bei internationalen Profis auf der Bühne gesehn . Das ganze wird in Asien vormontiert und in USA endmontiert (und gecheckt). Ähnlich macht Duesenberg das auch und die haben recht hübsche Töchter…..

Der Comet wird as „High Gain“ beworben und in ein paar Tubenvideos hörte das sich auch ganz viel versprechend an.

:sabber:

Da ist er nun und sieht (vielleicht etwas gewollt) schick aus in seinem 2-Farb-Tolexmantel. Formfaktor und Gewicht passt für mich, das Panel ist irgendeinem Standard aus den frühen 50ern nachempfunden, als die Musiker noch hinter den Verstärkern standen. Da pfeift jemand auf „Form follows function“, die Einstellung der Potis ist nahezu nicht erkennbar (auf einer dunklen Bühne mit Sicherheit nicht) – gut, nicht ganz meins, aber nicht spielentscheidend.

Amp an sich fühlt sich gut an, Netzkabel, Strom, Standby umgelegt und leiser aber vernehmbarer Netzbrumm. Nicht schlimm, warum das aber bei einem aktuellen Amp für 1500€ nicht besser geht, verstehe ich nicht. Der Speaker ist noch etwas steif um die Hüften, der braucht noch ein paar Stunden spielen bis das wird. Auf dem Pappkarton zur Qualitätssicherung hat irgendjemand „Burn in“ abgehakt….

:irre01:

Meine Kraushaar-Semi raus (P90 am Hals und PAF am Steg), HalsPU ein und „Schräng“ mit allen Reglern auf 12 und das Ding haut ein fieses Dröhnen raus, was alles andere tonal überdeckt. Am Steg und Zwischenpositionen geht es einigermaßen, sobald aber die Resonanzfrequenz etwas runterrutscht, wird das Ergebnis unerfreulich. Strat ans Kabel, mit HalsTA das gleiche, Zwischenpositionen und Steg gehen, aber insgesamt kaum brauchbar. Die Klangregelung ist keine einfache Tonblende, sondern dreht einmal Höhen auf und irgendwo auch Bässe weg. Theoretisch alles, was man braucht. Um den HalsTA hier aber unfallfrei an den Start zu kriegen, muß ich den soweit aufdrehen, daß mir die Ohren bluten vor Höhen. Kraushaar, Strat, PRS Soapbar, gleiches Ergebnis.

:thumbsdown01:

Weniger ist hier nicht mehr, sondern…. Weniger. Es ist für jede Gitarre (und sogar jeden Tonabnehmer) ein SweetSpot zu suchen/finden, für den die Klangregelung ein notdürftig brauchbares Ergebnis liefert. Die meisten meiner Gitarren sind nicht fenderartig und da fallen die meisten Einstellungen prinzipbedingt raus.

:manney:

Ich hab nochmal ein paar Schrauben am Gehäuse nachgezogen die Rückwand war nicht so doll fixiert und das Dröhnen ist etwas weniger geworden, immer noch sind aber mehrere Gitarren überhaupt nicht adäquat zu verstärken. Ich versuche rauszukriegen, was denn mit der Kiste wäre, wenn das Dröhnen nicht wäre und höre deswegen nochmal genauer hin.

:bb:

Erste Zerre mit dicken Gitarren bei Volume auf 14 Uhr, das ist dann immer noch eher AC/DC statt Bryan Adams, meine beste Ehefrau von allen beginnt dann bereits, sich bei den Nachbarn zu entschuldigen. Die Kiste reagiert gut aufs Volumenpoti, etwas runter vom Gas und es klart angenehm auf. Um die Rocksounds zu realisieren, die ich in den Werbevideos höre, bekomme ich hier Hausverbot (und höre das immer noch nur matschig wg. zu viel Tiefmitten). 7 oder 14 Watt macht pegelmäßig nur geringe Unterschiede. Ob das nur mit Speaker einspielen besser wird? Beamen einzelne 10er eigentlich auch? Wenn ich hinter dem Amp stehe, kann ich weiter aufdrehen, ohne mir wehzutun. Der eingebaute Dröhn aber lähmt mein Engagement in der Richtung.

Tremolo gefällt mir, tut wie es soll. Der Hall ist sehr „feucht“ ausgelegt, prima für Surf, für alles andere nicht so doll, man hört ihn entweder nicht, oder er wird schnell aufdringlich. Fulldrive davor ist alles prima, mit Pedalen kann er, wenn ich dann kurz zum PrinzTon umschalte (mit Emi Legend drin) kann der das auch, tönt aber mit typischer Transparenz…..

:thumbsup03:

Man merkt, der Comet und ich werden vermutlich keine Freunde (ich habe noch ein paar Tage Zeit) und ich finde das schade, weil ich die Kiste lieben möchte….. Mal sehen, äh hören

Anmerkung:
Ich hab auf Dienstreise vorgestern einen Abstecher zu Beyers in Bochum gemacht und da den (konzeptionell ähnlichen) Nepomuk 15 probiert, dessen Test in G&B ich irgendwie lese, aber nicht verstehe – da funzt es auf Anhieb, die Kiste hat (auch wenn sie neu aus der Box kommt) tonal Dinge, die mit der Revstar P90 vor Ort auf Anhieb gepasst haben ohne dass die Ohren schmerzen…. Hmm nochmal neu nachdenken.

Zwischenergebnis:
Ich habe in den letzten Tagen mehr über mich nachgedacht (als den Comet gespielt) und meine Netzrecherche reflektiert. Zum Supro gibt es gaaanz wenig echte Nutzerberichte, Gugel liefert auf den ersten 30 Pos oder so den identischen Pressetext ohne eigene erkennbare Recherche oder gar Testerfahrungen. In den Tubenvideos werden fast nur „helle“ Gitarren genutzt und die Paula am Steg, der eine Kerl aber (N Stuff music) sitzt mit ohne Haare (und Gehörschutz) mit dem Amp in Ohrenhöhe und zelebriert Zerrsounds, die ich hier nicht nachvollziehen kann, ohne mir wehzutun; da fliegt mir dann das Blech weg (Spliff)….

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Veröffentlichungen

Neuer Song: Langer Weg

Ein neuer Song ist online, der mich jetzt etwa 1 Jahr beschäftigt und begleitet hat. Vor 1 Jahr hat mein langjähriger Freund und Bassist R den Kampf gegen die Krankheit verloren. Es war ein langer Weg…..

Wer in der Strophe Spuren von Neil Youngs „The Needle….“ findet, darf sie behalten, das haben wir oft zusammengespielt und jede Ähnlichkeit ist gewollt!
Und ja, DER BASS FEHLT.

Das Foto ist echt von der Songschreibsession….

Und dann ist in den letzten Wochen die Seuche dazugekommen und allmählich gewinnen Textzeilen neue Bedeutung. Wir ahnen Tag für Tag mehr, wie lang der Weg zurück in die Normalität noch sein wird und wie viele unklare Momente wir noch überstehen müssen – Lass uns gehn….

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Sonstiges

Corona oder was?

Verrückte Zeiten sind das, wir alle haben das wohl so noch nicht erlebt und sind entsprechend verwirrt bis hilflos. Was ist zu tun? Wie sollen wir leben angesichts eines unsichtbaren Gegners, der kaum zu erkennen ist?

Ich habe vor etlichen Jahren ein Lied geschrieben, das in erstaunlich vielen Zeilen topaktuell scheint.

Gitarre im Krankenhaus…

Manchem mag es etwas deprimierend klingen und ich kann nicht mal sagen, „wozu“ ich es geschrieben habe – irgendwie geht es um die Erfahrung der Sterblichkeit (Sting hat das wunderschön in seinem „Fragile“ beschrieben) angesichts immer wieder über uns reinbrechender (manchmal auch medial aufgeblasener) Katastrophen, die zumindest mich verwirrt zurücklassen….. So sind (wir) Menschen halt…..

Und ein kleiner Schimmer Hoffnung am Ende des Tunnels, das das hier vielleicht nicht alles ist…..

Kommt behütet durch die Zeit

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Sonstiges

Haste mal Country?

Ich spiele seit neuestem mit Amontillo Dusk, einem sympathischen Songwriterduo aus Aachen und helfe da etwas an der Gitarre aus:

https://www.amarillodusk.com/

Der erste Gig ist im Hotel Europa, vielleicht sehn wir uns?

http://deinhoteleuropa.de/

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Instrumente

Framus FM 20 12-saiter Akustik

Mir ist was Neues zugeflogen, eine Framus Akustik aus Japan (!).

Framus FM 20

Irgendwann in den 90ern entschloss man sich bei der unter den Fittichen des Bassbauers Warwick wiederbelebten Marke Framus, auch akustisch was zu probieren und suchte sich hierfür Partner in Japan. Diese Gitarre ist eines der wenigen Modelle dieser kurzlebigen Periode, die Instrumente verschwanden nach relativ kurzer Zeit wieder vom Markt und sind relativ selten.

Der Inspektor

Ich kenne Herrn Uiruha nicht, aber der Entwurf an sich ist erstmal selbstbewusst, weil keine amerikanischen Vorbilder zitiert werden. Der Korpus erinnert formal eher an eine Klassikgitarre, die Verarbeitung insgesamt ist bei meinem ursprünglich leicht vernachlässigten Exemplar tadellos.

Schöner Rücken
Ein schöner Rücken
Kopfsache
Kopfsache

Die Knochenpins haben eine Perlmuttauflage, das Instrument insgesamt ist auf eine für mich angenehme Art sachlich ohne zu viel BlingBling. Nur eine leicht pompöse Auflage auf der naturgemäß grossen Kopfplatte musste wohl einfach sein.

Einteiliger Hals

Die Decke ist massive Fichte,
der Hals laut Gitarre&Bass-Test von 2002 aus Nato, einer Art Mahagoni,
die Kopfplatte ist angesetzt ausgeführt,
Mechaniken ohne Logo im Schaller-Stil funktionieren gut.

Meine kommt mit tadellos funktionierendem Tonabnehmer von Fishman, der ohne viel Rumschrauben ein praxisgerechtes Signal liefert. Das, was ein reines Piezosystem kann, liefert er perfekt.

Fishman-Tonabnehmer

Und wie spielt es sich?
Systembedingt hat eine 12-saitige mit großer Kopfplatte eine leichte Kopflastigkeit, was sich jedoch mit einem rauhen Gurt prima beherrschen lässt. Das Greifgefühl ist durch die insgesamt matte Lackierung für meine Finger klasse, deutlich besser als der dicke Polyesterbezug, mit dem Asiengitarren heute typischer Weise in den Läden hängen.

Matte Lackierung, schönes Holz

Der Hals ist angenehm breit, aber nicht zu kräftig, so daß auch ich mit meinen Wurstfingern noch einigermassen entspannt greifen kann.
Ich hab die Gitarre momentan 8-saitig bespannt, so ähnlich, wie Pat Metheny das mit seiner Bariton macht, ich habe also nur für D und G-Saite die Oktavsaiten drauf, die anderen 4 sind solo wie bei einer normalen Gitarre. Damit ist das Greifen deutlich entspannter, der Klingeln einer 12-saitigen ist zu 80% da, man kann aber einzelne Bassnogen spielen ohne Stress mit den Oktavsaiten zu bekommen. Probiert das mal aus, ich finde, das ist eine prima Sache.

Pins mit Perlmutt, 8-saitige Bespannung

Klanglich muß das Instrument ja 12 Saiten halten und ist daher vermutlich innen eher kräftig beleistet, sie spricht aber trotzdem schnell an und hat einen sehr stabilen Ton, gutes Sustain durch alle Lagen, ich kann keine signifikanten Totpunkte (Dead Spots) entdecken. Mit meinen momentanen (11er) Saiten könnte der Bass etwas kräftiger sein, auf jeden Fall kein Wummern in der Tiefe wie manche grossformatigen Korpusformen haben können. Ein mittelstarkes Plektrum genommen, ein paar Akkorde und sofort ist dieser KlingKlang da, der z. Bsp. das Intro zu „Hotel California“ so prägt. Wir spielen in der Band „Behind blue Eyes“ in der Limp Bizkit-Version, da klingt die Gitarre ohne Hantieren amtlich und meine Spielfähigkeiten sind der begrenzende Faktor….

Für sensibles Gezupfe probiere ich vielleicht demnächst mal eine dickere Bass-Saite….

Wenn die Dinger gelegentlich in der Bucht auftauchen, gehen sie für fast nichts weg, weil Framus in dem Sektor keinen Namen hat, G&B hat 2002 einen Listenpreis von 1000 DM (!) für potenziell günstig gehalten, das sehe ich auch so. Also, wenn ihr für wenig Geld amtliche 12-er Klänge ausprobieren wollt, schaut mal nach einer FM20, wenn die wie meine ist, wird sie ein Schnapper…..

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Adventsgruß 2019

Ich habe einen alten Choral ausgegraben, der einen heute quasi unverständlichen Text hat, aber eine schöne Melodie….

Ros entsprungen

Der Text bezieht sich auf eine steinalte Prophezeihung aus dem Alten Testament von Jesaja, die eine eigentlich wunderbare Zukunftshoffnung beschreibt, die auch unserem manchmal angegrauten Zeit Leben einhauchen könnte……

Und ich hab dazu ein wenig auf die digitalen Trommeln geklopft….

Frohen Advent…..

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Yamaha AEX 520 – Schönling

Hier mal was anderes; die erste E-Gitarre, die ich seinerzeit meinem Sohn gekauft habe.

Er hat damit einige Jahre seine ersten musikalischen Erfahrungen in einer Reggae-Popband gesammelt und ist dann zu einer Duesenberg gewechselt, so daß ich ihm das gute Stück zurückgekauft habe.

Worum handelt es sich? Eine Halbakustische mit optischen Anleihen am LesPaul-Stil mit eigenständigen Genen. Yamaha hat das in den späten 90ern aufgelegt mit artverwandten Schwestern in anderer Farbe und Pickupkonfiguration.

Auf einer 4 cm starken ausgefrästen Planke ist eine flache (Fichten-(?)decke geleimt, die von einer schön gemaserten Ahornfurnier geschmückt wird. Der Korpus ist etwas größer als bei einer Paula, kleiner als eine ES und das Ganze auch ohne Rippenschoner ergonomisch im Befingern. Das ganze in einem OrangeRot transparent lackiert mit goldiger Hardware macht optisch schon mal was her. Verschraubter Ahornhals mit Palisandergriffbrett. Die Konstruktion ist ganz klar nicht mit Gibsons ES-Serie vergleichbar, eher mit der Midtown.

Darauf kommen zwei Mini-Humbucker ein Gold. Die übliche Hardware habe ich ergänzt:

Duesenberg Tremola mit Adapterplatte (komplett rückbaubar) sowie ABM-Rollenbrücke. Das Ganze passt wunderbar zur Gitarre und wiegt mit dem ganzen Schwermetall 3,7 kg.

Duesenberg Tremola

Der Hals ist matt lackiert oder geölt/gewachst, ich bin mir nicht ganz sicher. In jedem Fall ein (eher schlanker) Handschmeichler, der meinen Griffeln sehr gefällt.

Ein schöner Rücken

Wie klingts?
Deutliche Semi-anleihen im Ton und einen schönen Twäng.
Wer Santanamäßige Soloklänge mit Monstersustain sucht, wird woanders glücklicher. Die Pickups harmonieren prima; ich hab am Hals GoldFoil und P90-probiert, das geht auch, ist aber in der Originalversion harmonischer. Und der Rabauke am Steg ist einer und macht auch bei Rock´n Roll eine prima Figur. Insgesamt also eher Gretsch als Paula.

Das Tremola läuft wie bei Duesenberg gewohnt sehr sahnig, ist den Bigsbys die ich kenne, in jeder Form überlegen (Saitenwechsel ist ein Träumchen) und hat der Gitarre auch tonal gutgetan. Das Sustain ist gleichmäßiger geworden und mit leichtem Tremolobiegen ergibt sich ein toll schimmernder Ton.

Shabby Chic in Gold

Die goldenen Originalteile sind mittlerweile ziemlich angelaufen bzw. angegammelt – Shabby Chic nennt man das wohl; die Duesenberg-Teile brauchen da noch ein paar Jahre.

Fazit: Um mal zünftig Simple Minds zu spielen perfekt und auch sonst für viele Lebenslagen ein prima Begleiter. Und…… sieht natürlich einfach klasse aus.

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Neuer Song: Neu geboren

Ich hab hier was AltNeues veröffentlicht. Ein älteres Lied von mir, das ich immer schon mal hab in Form bringen wollen. Hier in einem akustischen Arrangement, mit viel Gitarren, Dobro etc.

Ich habe immer schon das Bild vom Neu Geboren werden gemocht, das leider in manchen christlichen Kreisen zur Gesinnungskontrolle benutzt wird. Wie ein kleines Kind das Konto auf 0 zu setzen und ganz neu starten zu können ist eigentlich das schönste, was es gibt. Und je weiter ich mich mit den Jahren emotional von dieser Situation entferne, um so wichtiger wird und bleibt der Gedanke. Danke, Jesus…..:)

Viel Spaß

M